WEIRO®

Eine kleine Spritzmaschinengeschichte aus Alfeld/Leine

WEIRO® ...1958...
... 1958 ...
WEIRO® ...2010...
... 2010 ...

50 Jahre Weiro® Spritzmaschinen: auf dieses Jubiläum weist die Firma Weisig Maschinenbau GmbH aus Alfeld nicht ohne Stolz hin. Firmengründer Johann Weisig , der zu dieser Zeit bereits Weiro® Baustellenwagen fertigte, plante, die Spritzmaschinen in der neuen Werkhalle am heutigen Standort in Alfeld zu produzieren, die 1958 bezugsfertig wurde. Und so verließ 1958 die erste Weiro® Spritzmaschine das Werk und wurde an das Handelshaus Leo Ross in Düsseldorf ausgeliefert.

Leider konnte Johann Weisig die Früchte und die Tragweite seiner Entscheidung nicht mehr erleben, da er 1959 verstarb. Die Firma wurde von Siegfried Weisig übernommen, der dem Bereich in den Folgejahren neue und wesentliche Impulse gab.

Als Weiterentwicklung wurden 1959 die „Teer- und Bitumen-Koch- und Spritzmaschinen“ Typ SH 500 und Typ SH 1000 vorgestellt. Beide Maschinen waren mit einer Handspritzeinrichtung, einem schwenkbaren Fassaufzug, Bimetall-Thermometer und Manometer ausgerüstet. Die Beheizung erfolgte über Holzkohle.

Diese Maschinenreihe wurde wenige Jahre später ersetzt durch die Typen Multispray TM 500 und TM1000, die als Anhänger wahlweise bis 20 km/h oder 80 km/h ausgeführt waren. Neu an diesen Maschinen waren die motorbetriebene Bitumenpumpe, die ölbefeuerte Kesselheizung, der pneumatische Fassaufzug sowie die Schnellreinigung durch Druckluft. Wahlweise konnten diese Maschinen bereits mit einer „Rohrsprengrampe“ zum Anspritzen großer Flächen ausgerüstet werden.


Die Multispray TM 1000 wurde 1960 zu einer Maschine mit Selbstfahrantrieb weiterentwickelt. Das Foto zeigt den ersten Prototypen, der so allerdings nie in Serien ging.
Die erste selbstfahrende Spritzmaschine, die seit 1961 in Serie gefertigt wurde, war das Spraymobil TM 1000 S. Angetrieben wurde diese Maschine von einem 12 PS Dieselmotor und einem 3-Gang Schaltgetriebe. Die Spritzanlage bestand aus Ölheizung, Zahnradpumpe, Spülreinigung und Spezialvorwärmhaube. Das Spritzmittel, Teer oder Bitumen, wurde über eine Handspritzlanze oder eine Breitensprengrampe ausgebracht.


Diese im In- und Ausland erfolgreich eingesetzte Maschinebaureihe wurde Mitte der 60er Jahre durch die TMH 1000 S ergänzt. Diese Maschine hatte erstmalig einen hydraulischen Fahrantrieb, auch der Fassaufzug wurde jetzt hydraulisch betrieben. Als weitere Option war an der TMH 1000 S auch der Betrieb eines hydraulischen Anbaukehrbesens möglich.
Das hydraulische Prinzip wurde zeitgleich auch in die Spritzmaschinen TM 500 H und TM 1000 H übertragen, die mit einigen Modifizierungen bis Ende der 80er Jahre gefertigt wurden.


Seit 1986 wird das Familienunternehmen in der dritten Generation geführt. 1991 wurde auf der Bauma in München eine neue Generation selbstfahrender Spritzmaschinen vorgestellt, die Baureihen TM 800 S und T 600 SK.

Auf einem Dreiradchassis aufgebaut sind diese Maschinen vor allem im Hinblick auf Handling, Wendigkeit, Ergonomie und vor allem Dosiergenauigkeit den Vorgängermodellen deutlich überlegen. So konnte z.B. mittels eines Langsamtachometers die Ausbringungsmenge des Bindemittels genau gesteuert werden
Die Maschine TM 600 SKH war eine Innovation, die neben der Flächenanspritzung mit Emulsion auch die maschinelle Nahtbehandlung mit Heißbitumen mittels Spritzlanze ermöglichte.

Neue Spritzmittel und gestiegene Anforderungen an die Beschichtung von Fläche, Rand und Naht führten in der jüngsten Vergangenheit zu weiteren Neuentwicklungen:
Mit der TM 804 SH wurde 1999 eine selbstfahrende Spritzmaschine in Vierradausführung vorgestellt, die neben der Flächenanspritzung mittels Spritzrampe und Handspritzgarnitur auch die Behandlung von Nähten und Rändern mit Heißbitumen ermöglichte. Hierzu wird ein Anbaumodul an den vorderen Geräteträger gekoppelt.


2001 auf der Bauma in München vorgestellt:
die TM 504 SH ist eine selbstfahrende Spritzmaschine speziell für die Versiegelung von Arbeitsnaht und hohem Rand mit Heißbitumen und PMB.
Neben den selbstfahrenden Spritzmaschinen wurden damals wie heute weitere Varianten wie Fassspritzmaschinen, Anhängerspritzmaschinen und Aufsatzspritzmaschinen entwickelt und gefertigt. Alle


Innovationen, die an den selbstfahrenden Spritzmaschinen dargestellt wurden, wurden hier in ähnlicher Form umgesetzt.

Historische Baustellenaufnahmen zeigen die Spritzmaschinentechnik im Wandel der Zeit:


Vorläufer der Weiro® Spritzmaschinen, deren Patente und Schutzrechte Johann Weisig 1957 erwarb.
Anspritzarbeiten mit der TM 500: Bitumen B 300 wird mittels der Ölheizung auf eine Temperatur von 200°C erhitzt. Mittels der Vorwärmhaube wird immer ein Faß vorgeheizt, um eine kontinuierliche Bindemittelentnahme sicherzustellen. Gespritzt wird mit dem Handspritzrohr.


Anspritzarbeiten auf Schotter mit der TM 1000. Ausgerüstet mit einem hydraulischen Arbeitsgang für Baustellenselbstfahrantrieb konnte die Maschine auch im Ein-Mann-Betrieb genutzt werden.
TM 1000 S im Einsatz beim Anspritzen von Schotter mit Heißteer. Der Einsatz einer Rohsprengrampe erhöhte die Arbeitsproduktivität um ein Vielfaches


TMH 1000 S mit Vorbaukehrbesen. Der hydrostatische Fahr- und Bindemittelpumpenantrieb ermöglichte neben einer wesentlich feineren Regulierung der Fahrgeschwindigkeit auch den Einsatz als Kehrmaschine


TM 800 S beim Vorspritzen von 300 g/m˛ U 60 K auf einer Autobahnbaustelle bei Osnabrück 1992
TM 800 SH bei Vorspritzarbeiten mit polymermodifiziertem U 60 K 1997 am Neusiedler See in Österreich. Die Entwicklung des Hinterradantriebs, die Spritzrampenverbreiterung und die elektropneumatische Einzeldüsenschaltung sind nur einige Beispiele für die fortlaufenden Innovationen an diesem Typ.


Auch im 21. Jahrhundert nicht wegzudenken: Handspritzmaschine im Einsatz bei kleineren Flickarbeiten
Ab Mitte der 90er Jahre müssen Arbeitsnaht und Fräskante mit Heißbitumen beschichtet werden, um einen kraftschlüssigen Verbund der Asphaltbahnen zu gewährleisten.
TM 600 SKH beim Anspritzen einer Fräskante mit Heißbitumen in Bad Sachsa 1997


TM 504 SH bei der Nahtanspritzung mit polymermodifiziertem Heißbitumen 2001 in Braunschweig
TM 504 SH im Einsatz bei der Nahtbehandlung unter der Mitternachtssonne auf Spitzbergen 2006


Kantenspritzgerät KSM 100 als Anbaumodul für Geräteträger mit Schnellwechselplatte bei der Versiegelung des hohen Randes in Wolfsburg 2002
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Wir sind Ausbildungsbetrieb mit eigener Lehrwerkstatt und bilden im Beruf "Feinwerksmechaniker Fachrichtung allgemeiner Maschinenbau" aus.